Abfindung
Eine Abfindung ist eine einmalige Ausgleichszahlung, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird – häufig im Zuge betriebsbedingter Kündigungen,…
Entdecken Sie die Schlüsselbegriffe der ethischen Finanzwelt. Von Riba-freien Prinzipien (Haram, Halal, Zakat) über moderne ESG-Standards bis hin zu Impact Investing – alle Konzepte klar, praxisnah und fundiert erklärt.
Dieses Glossar erklärt die Begriffe, die in zinsfreien und ethisch orientierten Finanz- und Wirtschaftsmodellen vorkommen — von Riba und Gharar über Beteiligungsformen wie Mudaraba und Musharaka bis zu Begriffen der allgemeinen Wirtschaftslehre, die für das Verständnis dieser Modelle nötig sind.
Jeder Eintrag folgt derselben Gliederung: Definition, historische Einordnung, Anwendung in der Praxis, Chancen und Herausforderungen, Abgrenzung zu verwandten Begriffen sowie häufige Fragen. Die Liste unten führt alle Begriffe alphabetisch auf; die Buchstabenleiste springt direkt zum gewünschten Abschnitt.
Eine Abfindung ist eine einmalige Ausgleichszahlung, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird – häufig im Zuge betriebsbedingter Kündigungen,…
Aktien sind Anteile am Eigenkapital eines Unternehmens. Wer eine Aktie hält, besitzt einen Bruchteil der Firma und hat damit Anspruch auf einen…
Alternative Finanzsysteme sind alle Finanzstrukturen und -instrumente, die außerhalb des konventionellen, zinsgetriebenen Bank- und Kapitalmarkts operieren oder dessen Logiken bewusst ergänzen. Dazu…
Altruistische Ökonomie beschreibt eine Wirtschafts- und Finanzpraxis, die bewusst prosoziale Motive, Fairness und gegenseitigen Nutzen in die Gestaltung von Transaktionen, Unternehmen und…
Angebot und Nachfrage beschreiben das Kernprinzip, nach dem sich in einer Marktwirtschaft Preise und Mengen für Güter, Dienstleistungen und auch reale Finanzierungsverträge…
Eine Anlageklasse ist eine Gruppe von Vermögenswerten, die sich durch ähnliche wirtschaftliche Treiber, Risiko- und Ertragsprofile, Cashflow-Muster und Marktverhalten auszeichnen. Klassische Beispiele…
Anleihen sind übertragbare Schuldverschreibungen, mit denen Staaten, Kommunen, Entwicklungsbanken oder Unternehmen Kapital von Anlegern aufnehmen. Der Emittent verpflichtet sich, den Nominalbetrag am…
Ein Annuitätendarlehen ist ein Kredit mit gleichbleibenden periodischen Raten, der vor allem in der Immobilienfinanzierung verbreitet ist. Die Rate, die sogenannte Annuität,…
Ein Arbeitgeberdarlehen ist ein Kredit, den ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden gewährt – häufig zinsfrei oder zu deutlich vergünstigten Konditionen. Es dient typischerweise…
Asset Management, auf Deutsch Vermögensverwaltung, bezeichnet die professionelle Steuerung von Vermögenswerten für Privatpersonen, Organisationen oder Stiftungen mit klar definierten Zielen, Risikobudgets und…
Ausfallrisiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schuldnerin oder ein Schuldner vertragliche Zahlungsverpflichtungen ganz oder teilweise nicht erfüllen kann. In der Finanzpraxis wird…
Außenfinanzierung bezeichnet die Beschaffung von Kapital aus externen Quellen, also von außerhalb des Unternehmens. Dazu zählen klassisches Fremdkapital wie Bankdarlehen, Anleihen und…
Eine Bank ist ein reguliertes Finanzinstitut, das Einlagen entgegennimmt, Zahlungen abwickelt und Finanzdienstleistungen bereitstellt, die Menschen und Unternehmen mit Kapitalbedarfen verbinden. Kernfunktionen…
Ein Bartergeschäft bezeichnet den direkten Tausch von Waren oder Dienstleistungen ohne den Einsatz von Geld als Zahlungsmittel. Zwei oder mehr Parteien vereinbaren,…
Der Barwert ist der heutige Wert eines zukünftigen Geldbetrags oder Zahlungsstroms. Er übersetzt künftige Ein- und Auszahlungen in eine vergleichbare Größe im…
Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) bezeichnet eine regelmäßige, individuelle Zahlung an alle Menschen in einer Gesellschaft, ohne Bedürftigkeitsprüfung, ohne Gegenleistung und ohne Verwendungsauflagen.…
Der Beleihungswert ist der vorsichtig ermittelte, nachhaltige Wert eines Vermögensgegenstands, der als Sicherheit für eine Finanzierung dienen kann. Anders als der volatile…
Eine Benchmark ist ein klar definierter Vergleichsmaßstab, an dem wir die Leistung, das Risiko oder die Wirkung einer Anlage messen. In der…
Beteiligungsfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital gegen eine direkte Beteiligung am Unternehmen. Investorinnen und Investoren werden Mitunternehmer, teilen Chancen und Risiken und…
Beteiligungskapital ist Kapital, das Investorinnen und Investoren einem Unternehmen im Austausch gegen einen Eigentumsanteil zur Verfügung stellen. Im Unterschied zu einem Kredit…
Bewusster Konsum beschreibt eine Haltung und Praxis, bei der wir unsere Kauf- und Nutzungsentscheidungen gezielt an Werten wie Fairness, Nachhaltigkeit und realer…
Bewusster Wohlstand beschreibt eine Haltung und Praxis, Geld und Ressourcen so einzusetzen, dass Lebensqualität, gesellschaftlicher Nutzen und ökologische Tragfähigkeit gemeinsam wachsen. Es…
Die Bilanz ist die strukturierte Momentaufnahme der finanziellen Lage eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Sie gliedert sich in zwei Seiten: Auf…
Bilanzanalyse bezeichnet die systematische Auswertung des Jahresabschlusses eines Unternehmens, um seine finanzielle Gesundheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Wir betrachten dazu Bilanz,…
Die Bilanzsumme ist die Summe aller in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte (Aktiva) beziehungsweise gleichwertig die Summe aller Finanzierungsquellen (Passiva, also Eigen- und…
Ein Bildungskredit ist eine zweckgebundene Finanzierung, die Lern- und Ausbildungsvorhaben ermöglicht, wenn Ersparnisse, Stipendien oder staatliche Zuschüsse nicht ausreichen. Typisch sind regelmäßige…
Bitcoin ist ein dezentrales, digitales Geldsystem, das ohne zentrale Instanz wie Banken oder Staaten auskommt. Transaktionen werden in einer globalen, öffentlich einsehbaren…
Wir sprechen von Blasenbildung, wenn die Preise von Vermögenswerten sich dauerhaft und deutlich von ihren realwirtschaftlichen Fundamentaldaten entfernen und vor allem durch…
Die Blockchain ist ein verteiltes, fälschungssicheres Transaktionsregister. Statt einer zentralen Datenbank halten viele unabhängige Computer identische Kopien eines Ledgers. Neue Einträge werden…
Die Börse ist ein organisierter Marktplatz, an dem Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Fondsanteile oder rohstoffbezogene Produkte gehandelt werden. Sie verbindet Kapitalgeber und…
Der Break-even-Point (BEP), auf Deutsch Gewinnschwelle, bezeichnet den Punkt, an dem die Erlöse eines Projekts oder Unternehmens genau die Gesamtkosten decken. Ab…
Eine Budgetprüfung ist die systematische Analyse von Einnahmen, Ausgaben, Rücklagen und Verpflichtungen, um die finanzielle Tragfähigkeit eines Vorhabens oder einer alltäglichen Lebenssituation…
Bürgerbeteiligung bezeichnet strukturierte, transparente und inklusive Verfahren, in denen Menschen jenseits ihrer Rolle als Konsumenten oder Wähler aktiv an Entscheidungen über öffentliche…
Eine Bürgschaft ist die rechtsverbindliche Zusage einer dritten Person oder Organisation, für die vertraglichen Verpflichtungen eines Schuldners einzustehen, falls dieser nicht leisten…
Ein Businessplan ist ein strukturiertes Dokument, das nachvollziehbar beschreibt, wie ein Vorhaben wirtschaftlich, organisatorisch und gesellschaftlich funktionieren soll. Er legt Zielgruppen, Nutzenversprechen,…
Cashflow bezeichnet den Nettozufluss und -abfluss liquider Mittel innerhalb eines definierten Zeitraums, meist eines Monats, Quartals oder Jahres. Er zeigt, wie viel…
Compliance bezeichnet die systematische Einhaltung von Gesetzen, regulatorischen Vorgaben und internen Richtlinien in Organisationen. Sie umfasst Prozesse, Rollen und Kontrollen, die sicherstellen,…
Corporate Citizenship beschreibt die Rolle von Unternehmen als verantwortungsvolle Bürger ihrer Gesellschaft. Anders als reine Compliance oder klassische CSR versteht es gesellschaftliches…
Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet die unternehmerische Verantwortung für die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des eigenen Handelns entlang der gesamten Wertschöpfungskette.…
Crowdfunding, auf Deutsch häufig Schwarmfinanzierung, bezeichnet die Finanzierung von Projekten, Unternehmen oder Gemeinwohlvorhaben durch viele Menschen, die jeweils relativ kleine Beträge beisteuern.…
Crowdinvesting beschreibt die Finanzierung von Unternehmen, Projekten oder Sachwerten durch viele private und institutionelle Investierende, die über digitale Plattformen Kapital bereitstellen und…
Crowdlending bezeichnet die kreditbasierte Form des Crowdfundings: Viele Menschen leihen gemeinsam Geld an eine Person, ein Unternehmen oder ein Projekt, meist vermittelt…
Eine DAO, kurz für Dezentrale Autonome Organisation (engl. Decentralized Autonomous Organization), ist eine gemeinschaftlich verwaltete Organisation, deren Regeln und Finanzflüsse in Smart…
Ein Darlehen ist die zeitlich befristete Überlassung von Geld oder Sachwerten mit der verbindlichen Verpflichtung zur Rückgabe bzw. Rückzahlung. Im Kern geht…
Deflation bezeichnet einen anhaltenden, breiten Rückgang des allgemeinen Preisniveaus von Waren und Dienstleistungen. Anders als ein temporärer Ausverkauf oder ein Preisrutsch in…
Degrowth bezeichnet einen bewusst gesteuerten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel, der die Abhängigkeit vom permanenten BIP-Wachstum reduziert, um ökologische Belastungen zu senken und…
Ein Depot ist das zentrale Konto zur Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren wie Aktien, Fondsanteilen oder Anleihen. Es wird bei einer Bank…
Derivate sind Verträge, deren Wert sich aus einem anderen Bezugsgut ableitet – zum Beispiel Rohstoffe, Währungen, Aktienindizes, Strompreise, CO2-Zertifikate oder Wetterindizes. Typische…
Dezentralisierung beschreibt das bewusste Verteilen von Entscheidungsmacht, Ressourcen und Informationsflüssen auf viele Schultern, statt sie in einer zentralen Instanz zu bündeln. In…
Digitales Zentralbankgeld, oft als Central Bank Digital Currency (CBDC) bezeichnet, ist eine digitale Form von staatlichem Geld, die direkt von einer Zentralbank…
Diversifikation bedeutet, Kapital so zu streuen, dass einzelne Risiken einander ausgleichen. Statt auf wenige Titel, Branchen oder Regionen zu setzen, verteilen wir…
Eine Dividende ist die anteilige Gewinnbeteiligung, die eine Kapitalgesellschaft an ihre Anteilseigner ausschüttet. Sie entsteht in der Regel aus dem Jahresüberschuss nach…
Der effektive Jahreszins ist die gesetzlich vorgeschriebene Preisangabe für Verbraucherdarlehen. Nach § 16 der Preisangabenverordnung sind die Gesamtkosten des Darlehens als jährlicher…
Eigenfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital durch die Eigentümer eines Unternehmens oder durch neue Miteigner, ohne dass verzinsliche Schulden aufgenommen werden. Dazu…
Eigenkapital ist der Residualanspruch der Eigentümer an die Vermögenswerte eines Unternehmens nach Abzug aller Schulden. Es setzt sich zusammen aus eingezahltem Kapital,…
Die Eigenkapitalquote misst den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme eines Unternehmens. Formel: Eigenkapital geteilt durch Gesamtvermögen, in Prozent. Sie zeigt, wie…
Die Eigenkapitalrendite misst, wie effizient ein Unternehmen das von den Eigentümerinnen und Eigentümern bereitgestellte Kapital einsetzt. Sie berechnet sich als Jahresüberschuss im…
Einkommensgerechtigkeit bezeichnet die faire, nachvollziehbare und gesellschaftlich tragfähige Verteilung von Arbeitseinkommen und Erträgen aus Kapital sowie unternehmerischem Risiko. Im Kern geht es…
Ein Emittent ist die juristische oder natürliche Person, die ein Finanzinstrument herausgibt. Dazu zählen Anteile (z. B. Aktien, Genossenschaftsanteile), Schuldtitel (z. B.…
Entrepreneurship beschreibt das unternehmerische Handeln, mit dem Menschen Chancen erkennen, Ressourcen mobilisieren und neue Lösungen in die Welt bringen. Es geht um…
Das Ertragswertverfahren bewertet Unternehmen oder Immobilien anhand der künftig erwarteten Überschüsse, diskontiert auf den Bewertungsstichtag. Im Kern fragt die Methode: Wie viel…
ESG steht für Environmental, Social und Governance und beschreibt drei Dimensionen, nach denen wir Unternehmen, Projekte oder Finanzprodukte ganzheitlich bewerten: Umweltwirkung, soziale…
Ein ETF, ausgeschrieben Exchange Traded Fund, ist ein börsengehandelter Fonds, der in der Regel die Wertentwicklung eines Index wie des MSCI World,…
Ethereum ist ein offenes, weltweit zugängliches Blockchain-Netzwerk, das mehr kann als nur Werte zu übertragen: Es ermöglicht programmierbare Verträge, sogenannte Smart Contracts.…
Ethical Banking bezeichnet eine werteorientierte Form des Bankgeschäfts, die Finanzdienstleistungen mit klaren ethischen Kriterien, gesellschaftlicher Verantwortung und Transparenz verbindet. Im Mittelpunkt steht…
Ethik der Arbeit beschreibt die normativen Prinzipien, die menschliche Arbeit leiten sollen: Würde, Fairness, Sicherheit, Sinn und Teilhabe. Sie fragt, unter welchen…
Ethik des Geldes beschreibt den verantwortlichen Umgang mit Geld als sozialem Vertrag. Geld ist mehr als Tauschmittel und Wertaufbewahrung: Es lenkt Handlungen,…
Ethikfonds sind Investmentfonds, die Kapital gezielt in Unternehmen, Anleihen oder Projekte lenken, die definierte ethische, soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Im Kern…
Ethische Bewertung ist ein strukturierter Prozess, der die moralische Qualität von Investitionen, Produkten oder Organisationen prüft. Er geht über finanzielle Kennzahlen hinaus…
Eine ethische Geldordnung beschreibt die Gesamtheit der Regeln, Institutionen und Praktiken, mit denen Geld geschaffen, verteilt und verwendet wird – ausgerichtet an…
Ethische Kapitalstruktur bezeichnet die Zusammensetzung von Finanzierungsquellen eines Unternehmens oder Projekts – Eigenkapital, beteiligungsähnliches Kapital und Fremdmittel – ausgerichtet an Fairness, Transparenz,…
Ethische Rendite beschreibt den messbaren Nutzen, den Investitionen über die reine Geldvermehrung hinaus für Mensch, Umwelt und Realwirtschaft erzeugen. Sie verbindet finanzielle…
Ethischer Wohlstand beschreibt eine Form von Wohlstand, die über Geldvermögen hinausgeht und Lebensqualität, Gerechtigkeit, ökologische Tragfähigkeit und Resilienz umfasst. Er misst sich…
Ethisches Investieren bezeichnet die bewusste Anlage von Kapital nach klaren sozialen, ökologischen und Governance-Kriterien, die über reine Finanzkennzahlen hinausgehen. Im Zentrum steht…
Ethisches Kapital ist Finanzkapital, das explizit an moralischen Leitlinien, sozialer Verantwortung und ökologischen Zielen ausgerichtet ist. Es umfasst Eigen- und Fremdmittel sowie…
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem, das festlegt, wann eine wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt. Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) 2020/852, veröffentlicht…
Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist ein Referenzzinssatz, zu dem sich ausgewählte europäische Banken unbesicherte Euro-Gelder für unterschiedliche Laufzeiten anbieten. Er…
Existenzfestigung bezeichnet die strategische Stabilisierung der wirtschaftlichen und persönlichen Lebensgrundlage nach einer Gründung oder in einer frühen Unternehmensphase. Gemeint ist nicht nur…
Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank des Euro-Währungsgebiets. Sie verantwortet die Geldpolitik mit dem vorrangigen Ziel der Preisstabilität und unterstützt, ohne…
Factoring bezeichnet den laufenden Verkauf von offenen Kundenforderungen eines Unternehmens an einen spezialisierten Finanzdienstleister, den Factor. Statt Wochen oder Monate auf Zahlungseingänge…
Fair Finance beschreibt einen Ansatz des Finanzens und Investierens, der Menschenwürde, ökologische Tragfähigkeit und reale Wertschöpfung ins Zentrum stellt. Im Kern geht…
Faire Vermögensbildung beschreibt Strategien und Instrumente, mit denen Menschen über unterschiedliche Einkommen und Lebenslagen hinweg nachhaltig Vermögen aufbauen können – ohne schädliche…
Fairer Handel beschreibt den Anspruch, wirtschaftliche Transaktionen so zu gestalten, dass alle beteiligten Parteien respektvoll, transparent und angemessen am Wertschöpfungsprozess teilhaben. Dazu…
Ein fairer Kredit ist eine Finanzierung, die den Menschen und die Realwirtschaft in den Mittelpunkt stellt. Er zeichnet sich durch transparente Gesamtkosten,…
Fairer Wettbewerb bedeutet, dass Marktteilnehmer unter klaren, transparenten und durchsetzbaren Regeln agieren, die gleiche Chancen, Innovationsanreize und Verbraucherschutz gewährleisten. Es geht um…
Faires Unternehmertum beschreibt eine Unternehmenshaltung, die Gewinnstreben konsequent mit ethischer Verantwortung, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Tragfähigkeit verbindet. Im Kern geht es darum,…
Fälligkeit bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem eine vertragliche Leistung geschuldet ist und rechtlich eingefordert werden kann. In Finanz- und Handelsverträgen betrifft das…
Fiatgeld ist Geld, dessen Wert nicht durch einen materiellen Rohstoff wie Gold oder Silber gedeckt ist, sondern durch das Vertrauen in den…
Finanzbildung bezeichnet die Fähigkeit, Geld- und Vermögensentscheidungen informiert, verantwortungsbewusst und im Einklang mit den eigenen Werten zu treffen. Sie umfasst Wissen über…
Finanzethik beschreibt die systematische Reflexion darüber, wie Finanzentscheidungen im Einklang mit Prinzipien von Fairness, Verantwortung und Gemeinwohl getroffen werden. Sie fragt: Welche…
Finanzethische Bildung verbindet finanzielle Grundkompetenzen mit Werten, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeitswissen. Sie befähigt uns, Geldentscheidungen nicht nur nach Rendite und Risiko, sondern auch…
Finanzgerechtigkeit beschreibt ein Finanzsystem, das Menschen und Unternehmen fair, transparent und wirksam mit Kapital, Zahlungsdiensten und Absicherung versorgt, ohne ausbeuterische Praktiken oder…
Finanzialisierung beschreibt den Prozess, in dem Finanzmotive, Finanzmärkte und Finanzakteure zunehmend die Entscheidungslogiken von Unternehmen, Haushalten und Politik prägen. Kerngedanke: Wertschöpfung wird…
Finanzielle Freiheit bedeutet, die eigenen Lebensentscheidungen nicht von Erwerbszwang oder kurzfristigem Geldstress bestimmen zu lassen. Im Kern geht es um genügend stabile,…
Finanzielle Inklusion bezeichnet den fairen, sicheren und bezahlbaren Zugang aller Menschen zu grundlegenden Finanzdienstleistungen, die sie benötigen, um zu sparen, zu zahlen,…
Finanzielle Verantwortung beschreibt die bewusste, vorausschauende und faire Steuerung von Geld und Risiken auf individueller wie institutioneller Ebene. Sie umfasst Budgetierung, Liquiditätsplanung,…
Finanzierung beschreibt die zielgerichtete Beschaffung und Strukturierung von Kapital, damit reale Vorhaben umgesetzt, Projekte skaliert oder Liquidität gesichert werden können. Sie umfasst…
Die Finanzierungslücke bezeichnet die Differenz zwischen dem Kapital, das für ein Vorhaben, Unternehmen oder eine Kommune erforderlich ist, und den finanziellen Mitteln,…
Finanzintermediäre sind Akteure, die zwischen Kapitalgebenden und Kapitalnehmenden vermitteln, Risiken transformieren und Zahlungsströme organisieren. Dazu zählen Banken, Genossenschaften, Versicherungen, Zahlungsdienstleister, Fonds, Crowdfunding-Plattformen…
Eine Finanzkrise ist eine Phase akuter Instabilität im Finanzsystem, in der Vertrauen plötzlich erodiert, Liquidität austrocknet und Vermögenspreise stark fallen. Typisch sind…
Finanzreform beschreibt den geplanten, regelbasierten Umbau von Geld- und Finanzsystemen, um sie stabiler, gerechter, realwirtschaftlicher und ökologisch tragfähiger zu machen. Der Begriff…
Finanzstabilität beschreibt die Fähigkeit eines Finanzsystems, Kapitalströme, Zahlungsverkehr und Risikoallokation verlässlich zu ermöglichen, auch unter Stress. Ein stabiles System absorbiert Schocks, ohne…
Finanztransparenz bedeutet, dass Informationen über Geldflüsse, Vermögenswerte, Kosten, Risiken und Entscheidungsprozesse eines Projekts oder Unternehmens vollständig, verständlich, vergleichbar und zeitnah offengelegt werden.…
FinTech steht für Financial Technology und beschreibt den Einsatz digitaler Technologien, um Finanzdienstleistungen schneller, günstiger, transparenter und inklusiver zu machen. Dazu zählen…
Fiskalpolitik bezeichnet die Gestaltung der staatlichen Einnahmen und Ausgaben mit dem Ziel, die Gesamtwirtschaft zu stabilisieren, Wohlstand gerecht zu verteilen und Zukunftsaufgaben…
Förderkredite sind zinsvergünstigte oder in Teilen subventionierte Darlehen, die öffentliche Institutionen wie Förderbanken, Ministerien oder die EU bereitstellen, um gesellschaftlich gewünschte Investitionen…
Freie Marktwirtschaft bezeichnet ein Wirtschaftsmodell, in dem Preise, Produktion und Verteilung von Gütern im Wesentlichen durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Kennzeichen…
Fremdfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital durch externe Geldgeber auf Zeit. Unternehmen, Projekte oder Haushalte erhalten Mittel, die sie zu vereinbarten Bedingungen…
Fremdkapital ist der Teil des Kapitals eines Unternehmens oder Projekts, der als Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Es umfasst Verbindlichkeiten mit Rückzahlungsanspruch, beispielsweise…
Die Fundamentalanalyse ist ein Bewertungsansatz, der den inneren Wert eines Unternehmens, Projekts oder Vermögenswerts aus den zugrunde liegenden wirtschaftlichen Daten ableitet. Sie…
Futures sind standardisierte Terminkontrakte, in denen zwei Parteien heute verbindlich vereinbaren, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu…
Geld als Beziehung versteht Geld nicht nur als neutrale Recheneinheit oder Tauschmittel, sondern als soziales Versprechen: eine verteilte Form von Vertrauen, die…
Geld als Mittel beschreibt die Sichtweise, dass Geld in erster Linie ein Werkzeug ist, um reale Ziele zu erreichen: Produkte herzustellen, Dienstleistungen…
Geld als Zweck beschreibt die Haltung, Geld nicht als Werkzeug, sondern als Ziel an sich zu betrachten. Akkumulation, Bilanzsumme und Kursgewinne werden…
Geldpolitik bezeichnet das Handeln von Zentralbanken, um Preisstabilität, stabile Finanzmärkte und ein funktionsfähiges Zahlungssystem zu sichern. Klassisch geschieht das über Steuerung von…
Geldschöpfung bezeichnet den Prozess, durch den neues Geld in einer Volkswirtschaft entsteht. In modernen Wirtschaften erfolgt der überwiegende Teil der Geldschöpfung dezentral…
Geldsystemkritik ist die reflektierte, evidenzbasierte Auseinandersetzung mit Aufbau, Anreizen und Auswirkungen unseres Geld- und Kreditsystems. Sie fragt, wie Geld entsteht, wer über…
Geldumlauf bezeichnet die Bewegung von Geld durch eine Volkswirtschaft: wie oft und wie schnell Bargeld und Buchgeld den Besitzer wechseln, um Güter,…
Ein geldwerter Vorteil ist ein Nutzen, den eine Person erhält, der nicht in bar ausgezahlt wird, aber wirtschaftlich einem Entgelt entspricht. Typisch…
Eine Gemeinschaftsbank ist ein werteorientiertes Kreditinstitut, das sich am Nutzen für Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie die Region ausrichtet, statt primär am…
Gemeinschaftsfinanzierung bezeichnet die Bündelung von Kapital vieler Menschen zur Finanzierung konkreter Vorhaben in der Realwirtschaft. Statt auf klassische Bankkredite und Zinszahlungen zu…
Eine Gemeinschaftsinvestition bezeichnet das bewusste Bereitstellen von Kapital durch eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam ein klar umrissenes, reales Vorhaben finanzieren und…
Gemeinschaftsvermögen bezeichnet Vermögenswerte, die von einer Gruppe von Menschen gemeinsam gehalten, finanziert, genutzt und verantwortet werden. Dazu zählen materielle Güter wie Gebäude,…
Gemeinwohl bezeichnet den insgesamt geteilten Nutzen, der einer Gesellschaft aus Handlungen, Regeln und Investitionen erwächst. In der Finanzwelt bedeutet das, Kapital so…
Gemeinwohlfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital mit dem primären Ziel, gesellschaftlichen, ökologischen und kulturellen Nutzen zu schaffen und langfristige Resilienz zu fördern.…
Eine Gemeinwohlinvestition ist die zielgerichtete Anlage von Kapital in Projekte, Unternehmen oder Infrastrukturen, die messbaren gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen stiften und zugleich…
Die Gemeinwohlökonomie ist ein werteorientiertes Wirtschaftsmodell, das unternehmerischen Erfolg nicht primär an finanziellen Kennzahlen, sondern an Beiträgen zum Gemeinwohl misst. Im Zentrum…
Eine Genossenschaft ist ein gemeinschaftlich getragenes Unternehmen, das seinen Mitgliedern gehört und von ihnen demokratisch gesteuert wird. Im Zentrum steht nicht die…
Ein Genossenschaftsanteil ist der Mitgliedsbeitrag in Form von Eigenkapital, den wir zeichnen, um Teil einer eingetragenen Genossenschaft zu werden. Mit dem Anteil…
Genossenschaftsfinanzierung bezeichnet die Kapitalbeschaffung und Mittelverwendung in gemeinschaftlich organisierten Unternehmen, in denen Nutzerinnen und Nutzer, Mitarbeitende oder Produzierende zugleich Miteigentümer sind. Im…
Ein Genussschein ist ein rechtlich flexibles Beteiligungsinstrument, das zwischen Eigen- und Fremdkapital steht. Inhaberinnen und Inhaber eines Genussscheins erhalten typischerweise eine erfolgsabhängige…
Gerechter Tausch bezeichnet den freiwilligen Austausch von Gütern, Dienstleistungen oder Zahlungsströmen zu Bedingungen, die für alle Beteiligten nachvollziehbar, verhältnismäßig und frei von…
Gerechtes Einkommen beschreibt eine Vergütung, die Menschen ein würdiges, selbstbestimmtes Leben ermöglicht und in einem fairen Verhältnis zu ihrer Leistung, Verantwortung und…
Gerechtes Wirtschaften beschreibt eine Form des Wirtschaftens, die Wertschöpfung, Risiken und Entscheidungen fair verteilt und dabei ökologische Grenzen sowie soziale Menschenrechte achtet.…
Gewinn- und Verlustbeteiligung bezeichnet Finanzierungs- und Kooperationsmodelle, bei denen alle beteiligten Parteien Erträge und Risiken proportional teilen. Statt eines festen Zinses steht…
Gewinnbeteiligung bezeichnet jede vertragliche oder satzungsmäßige Vereinbarung, bei der mehrere Parteien Erträge aus einer wirtschaftlichen Aktivität nach vorher festgelegten Regeln teilen. Im…
Eine Gewinnkooperation ist eine Finanz- und Arbeitsbeziehung, in der Kapitalgebende und Unternehmende Gewinne nach einem vorher vereinbarten Schlüssel teilen – statt feste…
Gewinnverteilung bezeichnet die strukturierte Aufteilung des erwirtschafteten Überschusses eines Unternehmens nach Abzug aller Kosten, Rückstellungen und Steuern. Sie legt fest, welcher Anteil…
Gharar bezeichnet vermeidbare Unsicherheit über wesentliche Bestandteile eines Vertrags: darüber, was genau geschuldet wird, zu welchem Preis, in welcher Menge, zu welchem…
Globale Gerechtigkeit bezeichnet den Anspruch, Chancen, Ressourcen, Risiken und Lasten weltweit fair zu verteilen und die Würde jedes Menschen unabhängig von Herkunft,…
Der Goldstandard bezeichnet eine Geldordnung, in der die Währung eines Landes durch einen festen Goldpreis definiert ist und die Notenbank zugesagt hat,…
Governance-Ethik bezeichnet die Verbindung von wirksamer Organisationsführung (Governance) mit klaren ethischen Prinzipien wie Verantwortung, Transparenz, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Sie beantwortet die Frage,…
Green Finance bezeichnet Finanzierungen, Investitionen und Dienstleistungen, die messbar zur ökologischen Transformation beitragen und dabei Transparenz, Verantwortlichkeit und reale Wirkung in den…
Greenwashing bezeichnet die Praxis, ein Produkt, ein Unternehmen oder eine Geldanlage als ökologisch oder nachhaltig darzustellen, ohne dass die zugrunde liegende Leistung…
Gründungskosten sind alle einmaligen und anfänglichen Ausgaben, die anfallen, um ein Unternehmen rechtlich, organisatorisch und operativ startfähig zu machen. Dazu zählen zum…
Der Gründungszuschuss ist eine staatliche Starthilfe in Deutschland, mit der arbeitslose Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit finanzieren können. Zuständig ist die…
Grünes Wachstum beschreibt eine Entwicklungsstrategie, die wirtschaftliches Wohlergehen und Beschäftigung steigert, während Umweltbelastungen sinken und natürliche Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Im Zentrum steht…
Haftungsfreistellung bezeichnet im Finanzkontext die teilweise oder vollständige Entlastung eines Finanzintermediärs von Kreditrisiken, typischerweise durch eine Förderbank, Bürgschaftsbank oder einen Garantiegeber. In…
Hedging bedeutet Risikoabsicherung: Wir stellen einer bestehenden Unsicherheit eine gezielte Gegenposition oder Schutzvereinbarung gegenüber, um Preisschwankungen, Währungsrisiken oder Mengeschocks zu glätten. Der…
Helikoptergeld bezeichnet die direkte, einmalige oder wiederkehrende Auszahlung von neu geschaffenem Geld an private Haushalte oder Bürgerinnen und Bürger, ohne dass dafür…
Eine Holding ist eine Muttergesellschaft, deren Hauptzweck darin besteht, Beteiligungen an anderen Unternehmen zu halten, zu verwalten und zu steuern. Sie kann…
Homebanking bezeichnet den digitalen Zugriff von Kundinnen und Kunden auf Bankdienstleistungen über Internet, Apps oder spezielle Protokolle, ohne eine Filiale zu besuchen.…
Eine Hypothek ist ein besichertes Kreditverhältnis, bei dem eine Immobilie als Sicherheit dient, um eine Finanzierung für Kauf, Bau oder Renovierung zu…
Ijara ist ein leasingähnliches Finanzierungsmodell, bei dem die finanzierende Partei (etwa eine Bank oder eine Impact-Finanzierungseinrichtung) ein reales Gut erwirbt und es…
Immaterielle Wirtschaftsgüter sind nicht-physische Vermögenswerte, die einen messbaren ökonomischen Nutzen stiften. Dazu zählen unter anderem Software, Datenbanken, Marken, Patente, Urheberrechte, Kundenbeziehungen, organisatorisches…
Immobilienfonds sind Investmentvehikel, die Kapital vieler Anlegenden bündeln, um direkt in Gebäude und Grundstücke zu investieren. Die Erträge stammen überwiegend aus Mieteinnahmen…
Impact Due Diligence bezeichnet die systematische Prüfung und Absicherung der beabsichtigten sozialen und ökologischen Wirkung eines Investments vor der Mittelvergabe und während…
Impact Investing bezeichnet Investitionen, die neben einer finanziellen Rendite ausdrücklich eine positive, messbare soziale oder ökologische Wirkung anstreben. Im Unterschied zu klassischem…
Ein Impact-Budget ist ein planvoll festgelegter Rahmen, mit dem wir finanzielle Mittel, Zeit und Kompetenzen gezielt für messbare soziale und ökologische Ergebnisse…
Impact-Messung bezeichnet den systematischen Prozess, mit dem wir die sozialen, ökologischen und ökonomischen Veränderungen erfassen, die durch ein Projekt, ein Unternehmen oder…
Impact-Oracles sind verlässliche, nachvollziehbare Datenquellen und -prozesse, die reale Wirkungen von Projekten, Unternehmen oder Portfolios messen, prüfen und in Entscheidungen, Berichte oder…
Impact-Reporting ist die strukturierte, überprüfbare Berichterstattung über die gesellschaftlichen und ökologischen Wirkungen eines Projekts, Unternehmens oder Investments. Statt nur finanzielle Kennzahlen zu…
Ein Index ist ein statistischer Kennwert, der die Entwicklung eines definierten Korbs von Vermögenswerten, Unternehmen oder Variablen abbildet. Im Finanzkontext steht er…
Indexfonds sind Investmentfonds, die einen Marktindex möglichst genau nachbilden. Statt einzelne Aktien oder Anleihen aktiv auszuwählen, folgt der Fonds einer fest definierten…
Inflation bezeichnet den anhaltenden, breiten Anstieg des allgemeinen Preisniveaus in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Sie führt dazu, dass eine Geldeinheit…
Innenfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital aus dem Unternehmen heraus, ohne auf externe Kapitalgeber zurückzugreifen. Typische Quellen sind einbehaltene Gewinne, Abschreibungsrückflüsse, Working-Capital-Optimierung,…
Innovation bezeichnet die zielgerichtete Erneuerung von Produkten, Dienstleistungen, Prozessen, Geschäftsmodellen oder Organisationsformen, die messbaren Nutzen stiftet. Anders als reine Erfindungen sind Innovationen…
Insolvenz bezeichnet die rechtlich geregelte Situation, in der eine natürliche oder juristische Person ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen dauerhaft nicht mehr erfüllen kann. In…
Intergenerationengerechtigkeit beschreibt das Prinzip, dass heutige Entscheidungen die Lebensmöglichkeiten zukünftiger Generationen weder einschränken noch ihre Lasten unangemessen erhöhen dürfen. Es geht um…
Eine Investition ist die zielgerichtete Verwendung von Kapital, Zeit und Know-how, um künftig einen finanziellen, sozialen oder ökologischen Nutzen zu erzielen. Sie…
Die Investitionsentscheidung ist der strukturierte Prozess, mit dem wir aus möglichen Projekten diejenigen auswählen, die unseren Zielen in Rendite, Risiko und Wirkung…
Investitionsethik beschreibt die Prinzipien und Methoden, mit denen wir Kapital so einsetzen, dass finanzielle Ziele mit gesellschaftlicher Verantwortung und ökologischer Tragfähigkeit in…
Investmentfonds sind kollektive Anlagevehikel, die das Geld vieler Anleger bündeln, um es professionell und breit gestreut in Wertpapiere oder reale Vermögenswerte zu…
Islamic Finance bezeichnet ein werteorientiertes Finanzsystem, das ökonomische Transaktionen an ethische Leitplanken bindet. Zentrale Prinzipien sind die Abkehr von Zinsen auf Geldforderungen,…
Istisna ist ein zinsfreier Herstellungs- und Bauvertrag, bei dem eine Partei die Anfertigung eines konkreten Gutes oder die Errichtung eines Bauwerks bestellt…
Der Kalkulationszinssatz ist der Bewertungsmaßstab, mit dem zukünftige Zahlungen und Nutzenströme auf ihren heutigen Wert abgezinst werden. In der konventionellen Finanzpraxis dient…
Kapital bezeichnet Ressourcen, die zur Wertschöpfung eingesetzt werden können. Im engeren, finanziellen Sinn sind es Geldmittel und handelbare Ansprüche, die Investitionen ermöglichen.…
Kapital ohne Ausbeutung beschreibt Finanzierungen, bei denen Geld nicht als Druckmittel, sondern als Partnerschaftsmittel eingesetzt wird. Im Kern bedeutet das: Rendite entsteht…
Kapitalbedarf beschreibt die Summe an finanziellen Mitteln, die ein Unternehmen, ein Projekt oder auch ein Haushalt benötigt, um geplante Aktivitäten zu starten,…
Kapitalbeschaffung bezeichnet den gezielten Prozess, finanzielle Mittel für ein Unternehmen, Projekt oder eine Initiative zu gewinnen. Sie umfasst Eigenkapital (zum Beispiel Anteile,…
Kapitaldienst bezeichnet die Gesamtheit der Zahlungen, die zur Bedienung von bereitgestelltem Kapital anfallen. Konventionell umfasst er Zins und Tilgung eines Kredits. In…
Die Kapitalertragsteuer ist eine Quellensteuer auf Erträge aus Kapitalanlagen, die in Deutschland in der Regel direkt von Banken, Brokern oder fondsverwaltenden Stellen…
Der Kapitalmarkt ist der Teil des Finanzsystems, auf dem mittel- bis langfristiges Kapital zwischen Anbietern (Haushalten, Unternehmen, institutionellen Anlegern) und Nachfragern (Unternehmen,…
Kapitalrendite beschreibt, wie effizient eingesetztes Kapital in der Realwirtschaft Erträge erzeugt. Gemeint ist das Verhältnis zwischen dem erzielten Gewinn und dem gebundenen…
Kapitalverwertung bezeichnet die zielgerichtete Nutzung von finanziellen Mitteln, um daraus nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert zu schaffen. Im klassischen Verständnis steht oft…
Kaufkraft beschreibt, wie viele Güter und Dienstleistungen wir mit einer bestimmten Geldsumme erwerben können. Sie ist damit das reale Gegengewicht zum nominalen…
Kleinanleger sind private, nicht professionelle Investorinnen und Investoren, die typischerweise mit begrenztem Kapital und ohne institutionelle Infrastruktur am Finanzmarkt teilnehmen. Rechtlich werden…
Klimagerechtigkeit beschreibt den Grundsatz, dass die Verursacher und Nutznießer hoher Emissionen mehr Verantwortung für die Folgen des Klimawandels tragen als jene, die…
Kooperation bezeichnet das bewusste, organisierte Zusammenwirken von Personen, Unternehmen oder Institutionen, um gemeinsame Ziele zu erreichen, Ressourcen effizienter zu nutzen und Risiken…
Eine Kooperationsbank ist ein Finanzinstitut, das Finanzbeziehungen als Partnerschaften statt als einseitige Schuldverhältnisse gestaltet. Eigentum, Governance und Nutzen sind kooperativ organisiert: Kundinnen…
Kosten sind der bewertete Einsatz von Ressourcen zur Erstellung von Gütern und Dienstleistungen. Sie umfassen nicht nur direkte Ausgaben wie Material und…
Ein Kredit ist die zeitweilige Überlassung von Kaufkraft, die später zurückgezahlt wird. Traditionell umfasst er einen Rückzahlungsplan und eine Vergütung, häufig als…
Kreditgerechtigkeit bezeichnet die faire, transparente und verhältnismäßige Vergabe von Finanzierungsmitteln, bei der Zugang, Preisgestaltung, Vertragsbedingungen und das Risikomanagement nicht diskriminierend sind und…
Ein Kreditinstitut ist ein zugelassenes Finanzunternehmen, das Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder annimmt und Kredite gewährt oder Zahlungsdienste erbringt. In der Praxis…
Das Kreditlimit ist der vertraglich eingeräumte Höchstbetrag, bis zu dem eine Person oder ein Unternehmen kurzfristig oder revolvierend Mittel in Anspruch nehmen…
Die Kreditprüfung ist der strukturierte Prozess, mit dem Finanzanbieter die Fähigkeit und Bereitschaft eines Kreditnehmers bewerten, eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen. Sie umfasst…
Die Kreditrate ist der regelmäßig zu zahlende Betrag, mit dem wir ein Darlehen über die vereinbarte Laufzeit zurückführen. Sie setzt sich üblicherweise…
Ein Kreditvertrag ist die rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen Kapitalgebenden und -nehmenden über die Überlassung eines Geldbetrags oder Sachguts, die Rückzahlung sowie die Bedingungen…
Kreditwürdigkeit, oft als Bonität bezeichnet, beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft einer Person oder Organisation, eingegangene Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. Sie…
Kreislaufwirtschaft bezeichnet ein Wirtschaftsmodell, das Ressourcen möglichst lange im Umlauf hält, Wertschöpfung aus Nutzung statt aus Verbrauch generiert und Abfälle konsequent vermeidet.…
Kryptowährungen sind digitale Wertrepräsentationen, die auf kryptografisch gesicherten, meist dezentralen Netzwerken (Blockchains) übertragen und verbucht werden. Anstatt einer zentralen Instanz wie einer…
Kulanz bezeichnet freiwillige Leistungen eines Unternehmens, die über gesetzliche Pflichten und vertragliche Zusagen hinausgehen. Im Finanzkontext kann das die Erstattung von Gebühren,…
Die Laufzeit bezeichnet den Zeitraum, für den ein finanzieller Vertrag gilt, bis zur vollständigen Rückzahlung oder Fälligkeit. Bei einem Darlehen ist es…
Leasing ist die zeitlich befristete Überlassung eines Nutzungsrechts an einer Sache gegen regelmäßige Raten. Anders als beim klassischen Kredit steht nicht die…
Eine Lebensversicherung ist ein Vertrag, bei dem Versicherungsnehmer regelmäßige Beiträge zahlen und der Versicherer bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Leistung erbringt, meist…
Lebenszykluskosten, oft mit LCC (Life-Cycle Costing) abgekürzt, bezeichnen die Summe aller Kosten, die mit einem Produkt, einer Anlage oder einem Projekt über…
Ein Leerverkauf ist der Verkauf eines Wertpapiers, das der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt nicht besitzt. Technisch wird die Aktie oder Anleihe von einem…
Leistungsgerechtigkeit beschreibt das Prinzip, nach dem Chancen, Einkommen, Anerkennung oder Ressourcen in Relation zur erbrachten Leistung verteilt werden. Leistung bezieht sich dabei…
Der Leitzins ist der zentrale Zinssatz, zu dem eine Notenbank den Banken kurzfristig Geld bereitstellt oder bei ihr parkt. Er fungiert als…
Der Leverage-Effekt beschreibt, wie der Einsatz von Fremdkapital den Eigenkapitalertrag eines Unternehmens verstärken kann – positiv wie negativ. Steigt die Gesamtkapitalrendite über…
Ein Lieferantenkredit ist eine Form des Handelskredits, bei der ein Unternehmen seinen Kundinnen und Kunden Waren oder Dienstleistungen jetzt liefert und die…
Liquidität beschreibt die Fähigkeit von Personen, Unternehmen oder Finanzinstitutionen, fällige Zahlungen jederzeit, vollständig und ohne nennenswerte Verluste zu leisten. Sie umfasst sowohl…
Liquiditätsmanagement bezeichnet die vorausschauende Steuerung von Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmitteln eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Projekts. Es umfasst die Planung von Ein-…
Loan-to-Value, kurz LTV, ist das Verhältnis eines Kredits zum Wert des beliehenen Vermögenswerts, meist angegeben in Prozent. Beispiel: Ein Darlehen von 200.000…
Das Magische Viereck beschreibt vier zentrale Ziele der Wirtschaftspolitik: Preisniveaustabilität, hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum. Verankert wurde dieser…
Makroökonomie ist die Teildisziplin der Volkswirtschaftslehre, die das Verhalten der Gesamtwirtschaft untersucht. Sie analysiert Größen wie Wirtschaftswachstum (BIP), Inflation, Arbeitslosigkeit, Produktivität, öffentliche…
Ein Markt ist mehr als ein Ort: Er ist ein System von Regeln, Institutionen und Beziehungen, das freiwilligen Tausch ermöglicht. Auf Märkten…
Marktvolatilität beschreibt die Intensität und Geschwindigkeit, mit der sich Preise von Finanzwerten über die Zeit verändern. Praktisch messen wir sie als statistische…
Maysir bezeichnet das Eingehen von Geschäften, deren Ertrag wesentlich vom Zufall, von spekulativem Raten oder von unverdientem Glück abhängt. In der Finanzpraxis…
Mezzanine-Kapital ist eine hybride Finanzierungsform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Es ist typischerweise nachrangig, das heißt, im Insolvenzfall werden Mezzanine-Geber erst nach den…
Mikrofinanzierung bezeichnet das Angebot grundlegender Finanzdienstleistungen an Menschen und Kleinstunternehmen mit geringem Einkommen, die vom klassischen Bankensystem oft ausgeschlossen sind. Dazu gehören…
Mikroinvest bezeichnet das systematische Anlegen sehr kleiner Geldbeträge in reale Vermögenswerte, Unternehmen oder Projekte. Statt hohe Einstiegssummen zu verlangen, ermöglichen Mikroinvest-Modelle den…
Ein Mikrokredit ist ein Kleinstdarlehen, das vor allem an Haushalte, Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen vergeben wird, die keinen Zugang zu klassischen Bankkrediten haben.…
Mikroökonomie ist der Teil der Wirtschaftswissenschaft, der Entscheidungen von Haushalten, Unternehmen und anderen Akteuren sowie deren Interaktionen auf Märkten untersucht. Im Zentrum…
Monetäre Gerechtigkeit beschreibt, wie fair die Regeln, Zugänge und Wirkungen unseres Geld- und Finanzsystems verteilt sind. Es geht nicht um erzwungene Gleichheit,…
Moralische Verantwortung beschreibt die Verpflichtung von Individuen und Organisationen, die Folgen ihres Handelns für Menschen, Gesellschaft und Umwelt vorauszusehen, offenzulegen und aktiv…
Moralökonomie beschreibt die Vorstellung, dass wirtschaftliches Handeln nicht nur von Preisen, Verträgen und Anreizen, sondern ebenso von ethischen Normen, sozialen Erwartungen und…
Mudaraba ist eine partnerschaftliche Form der Finanzierung, bei der Kapital und Können zusammenfinden: Eine Partei stellt Kapital bereit (Rab al-Mal), die andere…
Murabaha ist ein kostenbasierter Kaufvertrag mit offen ausgewiesenem Aufschlag. Eine Finanzinstitution erwirbt auf Bestellung des Kunden ein reales Gut, offenbart den eigenen…
Musharaka bezeichnet eine Beteiligungsform, bei der zwei oder mehr Partner Kapital, Fähigkeiten oder beides in ein gemeinsames Vorhaben einbringen und Gewinne nach…
Nachhaltige Finanzierung lenkt Kapital systematisch in Aktivitäten, die ökologische Belastungen verringern, soziale Teilhabe stärken und gute Unternehmensführung fördern. Sie verbindet Rendite, Risiko…
Nachhaltige Geldanlage bezeichnet Investitionen, die finanzielle Rendite mit klaren Umwelt-, Sozial- und Governance-Zielen (ESG) verbinden. Im Zentrum steht die Lenkung von Kapital…
Nachhaltiger Wohlstand beschreibt eine Form von Wohlstand, die nicht nur kurzfristige Gewinne oder steigende Kontostände misst, sondern die langfristige Fähigkeit einer Gesellschaft,…
Nachhaltiges Wachstum bezeichnet eine Form des wirtschaftlichen Fortschritts, die ökologische Grenzen respektiert, soziale Teilhabe stärkt und langfristige Stabilität über kurzfristige Maximierung stellt.…
Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass heutige Bedürfnisse erfüllt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. In der Finanzwelt beschreibt…
Nachhaltigkeitsfonds sind Investmentfonds, die Kapital gezielt in Unternehmen, Projekte oder Vermögenswerte lenken, die definierte ökologische, soziale und unternehmensethische Kriterien erfüllen. Anders als…
Ein Nachhaltigkeitsrating bewertet, wie verantwortungsvoll ein Unternehmen, Emittent oder Projekt mit ökologischen, sozialen und Governance-Themen umgeht – kurz: mit ESG. Es verdichtet…
Ein Nachrangdarlehen ist ein Kredit, der im Insolvenzfall hinter vorrangigen Gläubigern bedient wird. Es zählt zu den Mezzanine-Finanzierungen zwischen Eigen- und Fremdkapital…
Die Nettorendite ist die Rendite eines Investments nach Abzug aller Kosten und Steuern. Sie zeigt, was tatsächlich beim Anleger ankommt, und ist…
Der Nominalzins ist der Zinssatz, der auf einem Finanzvertrag, Kontoauszug oder Produktprospekt ausdrücklich ausgewiesen wird. Er spiegelt die prozentuale Verzinsung eines Kapitals…
Eine Obligation ist eine standardisierte Schuldverschreibung: Wir leihen als Anlegerinnen und Anleger einem Emittenten Geld und erhalten dafür vertraglich festgelegte Rückzahlungen. Typischerweise…
Offene Selbstfinanzierung bezeichnet die Stärkung des Eigenkapitals eines Unternehmens durch einbehaltene Gewinne, die in der Bilanz transparent als Rücklagen oder Gewinnvortrag ausgewiesen…
Die Offenlegungspflicht bezeichnet die rechtliche und ethische Verpflichtung von Unternehmen, Finanzanbietern und Projekten, relevante Informationen transparent, wahrheitsgetreu und zeitnah offenzulegen. Dazu zählen…
Ökonomie beschreibt, wie wir knappe Ressourcen so organisieren, dass menschliche Bedürfnisse sinnvoll, fair und nachhaltig befriedigt werden. Sie untersucht Produktionsprozesse, Verteilung, Tausch,…
Ökonomische Empathie ist die Fähigkeit, wirtschaftliche Entscheidungen aus der Perspektive aller Betroffenen zu betrachten und diese Erkenntnisse in Verträge, Preise, Prozesse und…
Opportunitätskosten sind der Wert der besten entgangenen Alternative, wenn wir eine Entscheidung treffen. Sie messen nicht den Geldabfluss selbst, sondern das, was…
Der Pachtwert ist der ökonomische Wert des Nutzungsrechts an einem Vermögensgut – etwa an landwirtschaftlichen Flächen, Gebäuden, Maschinen oder Infrastrukturen – während…
Ein partiarisches Darlehen ist ein Darlehen, dessen Vergütung ganz oder teilweise aus einer Beteiligung am Gewinn oder Umsatz des Darlehensnehmers besteht statt…
Partnerschaftsfinanzierung bezeichnet Finanzierungen, bei denen Kapitalgeberinnen und Kapitalgeber gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern Chancen und Risiken teilen. Anstelle eines festen Zinssatzes stehen…
Das Pfandrecht ist ein beschränktes dingliches Recht an einer Sache oder einem Recht, das eine Forderung absichert. Wer ein Pfandrecht erhält, darf…
Pfändung bezeichnet die rechtliche Zwangsvollstreckung in Vermögenswerte einer Schuldnerin oder eines Schuldners, um offene Forderungen durchzusetzen. Sie erfolgt in der Regel auf…
Preisstabilität beschreibt einen wirtschaftlichen Zustand, in dem die durchschnittlichen Konsumentenpreise über die Zeit hinweg nur langsam und berechenbar steigen oder nahezu konstant…
Private Equity bezeichnet außerbörsliches Beteiligungskapital, das in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird. Es umfasst Buyouts (Mehrheitsbeteiligungen, häufig zur Nachfolge oder Restrukturierung), Growth…
Privatkredit bezeichnet einen Kredit an Privatpersonen, meist zur Finanzierung von Konsum, Bildung, Mobilität oder zur Überbrückung von Liquiditätslücken. Er kann von Banken,…
Produktionsgüter sind materielle oder immaterielle Güter, die nicht für den unmittelbaren Verbrauch bestimmt sind, sondern zur Herstellung anderer Güter und Dienstleistungen dienen.…
Produktivkapital bezeichnet Vermögenswerte, die unmittelbar zur Herstellung von Gütern oder zur Erbringung von Dienstleistungen beitragen und damit reale Wertschöpfung ermöglichen. Dazu zählen…
Ein Prosument ist eine Person oder Organisation, die zugleich produziert und konsumiert. Der Begriff setzt sich aus Produzent und Konsument zusammen und…
Provision ist eine leistungsabhängige Vergütung, die Vermittlerinnen und Vermittlern oder Vertriebspartnern für die erfolgreiche Anbahnung oder den Abschluss von Geschäften gezahlt wird.…
Qard Hasan bezeichnet ein Darlehen, bei dem ausschließlich der überlassene Betrag zurückgezahlt wird – ohne Zins, ohne Gewinnanteil, ohne sonstige Vergütung für…
Die Quellensteuer ist eine Abzugsteuer, die direkt an der Einkunftsquelle einbehalten und an die Finanzbehörden abgeführt wird. Sie betrifft vor allem Kapitalerträge…
Ein Rahmenkredit ist eine flexible Kreditlinie, die bis zu einem vereinbarten Höchstbetrag in Anspruch genommen werden kann. Zinsen fallen dabei nur auf…
Reale Wertdeckung beschreibt das Prinzip, dass ein finanzieller Anspruch durch reale, nachprüfbare Werte hinterlegt ist. Dazu zählen produktive Sachgüter wie Maschinen oder…
Reale Werte, oft auch Sachwerte oder Real Assets genannt, sind physisch fassbare oder unmittelbar nutzbare Güter, deren Wert aus ihrer Funktion, Knappheit…
Realinvestition bezeichnet den Einsatz von Kapital in reale, produktive Güter und Leistungen, die Wert in der Realwirtschaft schaffen. Dazu zählen physische Anlagen…
Ein Realkredit ist eine Finanzierung, die durch einen realen Vermögenswert besichert wird – in der Praxis meist durch Grund und Boden sowie…
Die Realwirtschaft bezeichnet den Bereich einer Volkswirtschaft, in dem reale Güter und Dienstleistungen produziert, gehandelt und genutzt werden. Sie umfasst Unternehmen, Selbständige,…
Der Realzins gibt die Verzinsung einer Geldanlage oder die Belastung einer Schuld an, korrigiert um die Kaufkraftentwicklung. Die Deutsche Bundesbank beschreibt Realzinssätze…
Rechnungswesen ist das systematische Erfassen, Aufbereiten und Auswerten finanzieller und leistungswirtschaftlicher Vorgänge eines Unternehmens oder Projekts. Es umfasst Buchführung (Belege, Konten, doppelte…
Refinanzierung beschreibt, wie Finanzierer das Kapital beschaffen, das sie für Kredite, Beteiligungen oder Projekte weitergeben. Banken nutzen dafür Einlagen, Anleihen, Interbankkredite oder…
Rendite bezeichnet die Gesamterträge einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital über einen bestimmten Zeitraum. Sie umfasst nicht nur laufende Auszahlungen wie…
Rentenfonds sind Investmentfonds, die vorwiegend in verzinsliche Wertpapiere wie Staats- und Unternehmensanleihen investieren und daraus laufende Erträge sowie mögliche Kursgewinne generieren. Sie…
Ressourcenbewusstsein beschreibt die Fähigkeit und den Willen, materielle, energetische, ökologische und soziale Ressourcen achtsam, effizient und gerecht zu nutzen. Es geht über…
Ressourceneffizienz beschreibt die Fähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft, mit weniger materiellen, energetischen und zeitlichen Inputs den gleichen oder höheren Nutzen zu erzeugen.…
Restschuld bezeichnet den noch offenen Betrag eines Kredits zu einem bestimmten Zeitpunkt der Laufzeit. Sie entsteht, weil jede Rate aus einem Zins-…
Revenue-Based Financing (RBF) ist eine Finanzierungsform, bei der Rückzahlungen nicht als feste Zinsen erfolgen, sondern als prozentualer Anteil der laufenden Umsätze. Unternehmen…
Eine Rezession ist eine Phase breit angelegten wirtschaftlichen Rückgangs. Typischerweise schrumpft die gesamtwirtschaftliche Leistung (reales BIP), Beschäftigung und Investitionen gehen zurück, und…
Reziprozität bezeichnet das Prinzip der Gegenseitigkeit: Handlungen werden erwidert, positive wie negative. In der Ökonomie beschreibt es die Neigung von Menschen und…
Riba bezeichnet den garantierten, risikofreien Mehrwert auf eine Geldforderung ohne produktive Gegenleistung. Im heutigen Sprachgebrauch nähert sich der Begriff dem Spektrum von…
Riba-frei beschreibt ein Finanzverständnis, das Erträge aus Geld nicht von realer Wertschöpfung abkoppelt. Im Zentrum steht die Ablehnung von garantierten, risikolosen Zinsforderungen…
Das Ribafrei-Prinzip ist ein ethisches Finanzgestaltungsprinzip, das Erträge nicht über vorab garantierte Zinsen, sondern über reale Wertschöpfung, geteilte Risiken und transparente Preise…
Risiko bezeichnet die Unsicherheit über zukünftige Ereignisse und deren Auswirkungen auf unsere Ziele. Im Finanzkontext bedeutet Risiko die Wahrscheinlichkeit, dass Renditen von…
Risikokapital, oft auch Wagniskapital oder Venture Capital genannt, ist Eigenkapital oder eigenkapitalähnliches Kapital, das in junge, innovative Unternehmen mit unsicherer Ertragslage investiert…
Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess, Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und kontinuierlich zu überwachen, um Ziele verlässlich zu erreichen. Im…
Risikominimierung umfasst alle Maßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit oder die Auswirkungen unerwünschter Ereignisse gezielt verringern. Sie ist ein Kernbaustein verantwortungsvollen Investierens: Wir akzeptieren,…
Risikoprüfung ist der strukturierte Prozess, mit dem wir potenzielle Gefahren, Chancen und ihre Treiber identifizieren, bewerten und dokumentieren, bevor Kapital gebunden wird…
Risikoteilung bedeutet, dass Beteiligte eines Projekts oder einer Finanzierung die Unsicherheiten und deren Folgen gemeinsam tragen. Gewinne und Verluste werden nach vorher…
Rohstoffgerechtigkeit bezeichnet das faire, transparente und nachhaltige Management natürlicher Ressourcen entlang der gesamten Lieferkette – von der Förderung über die Verarbeitung bis…
Sachwertanlage bezeichnet die Geldanlage in reale, physisch oder funktional greifbare Vermögenswerte. Dazu zählen Immobilien, Infrastruktur, Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Maschinen, Acker-…
Sadaqa bezeichnet freiwillige, zweckgerichtete Unterstützung für andere – materiell oder immateriell –, die ohne Gegenleistung erfolgt. Der Begriff ist kulturell im muslimischen…
Salam ist ein Vorverkaufsvertrag, bei dem der Käufer den vollen Kaufpreis sofort zahlt und der Verkäufer eine klar spezifizierte Ware zu einem…
SARON steht für Swiss Average Rate Overnight. Er ist der maßgebliche CHF-Referenzzinssatz für sehr kurzfristige Geldgeschäfte in der Schweiz und basiert auf…
Die Schufa ist die größte deutsche Wirtschaftsauskunftei. Sie sammelt, speichert und verarbeitet Bonitätsinformationen über Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen, um Vertragspartnern Einschätzungen zur…
Die Schuldenbremse ist eine Fiskalregel, die staatliche Neuverschuldung dauerhaft begrenzt und an Konjunkturzyklen anpasst. In Deutschland ist sie verfassungsrechtlich verankert und verpflichtet…
Eine Schuldenfalle beschreibt eine Situation, in der Verbindlichkeiten schneller wachsen als die Fähigkeit, sie nachhaltig zu bedienen, sodass Betroffene in eine Spirale…
Das Schuldgeldsystem beschreibt eine Geldordnung, in der der weit überwiegende Teil des umlaufenden Geldes durch Kreditvergabe von Geschäftsbanken entsteht. Vergibt eine Bank…
Ein Score ist eine verdichtete Kennzahl, die komplexe Informationen zu einem Unternehmen, Projekt oder Individuum in einem einzigen Wert zusammenfasst. Bekannt sind…
Scoring bezeichnet den Prozess, mit dem aus verschiedenen Datenpunkten eine standardisierte Bewertung abgeleitet wird. Es umfasst die Auswahl relevanter Kriterien, deren Messung,…
SDG steht für Sustainable Development Goals, die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Sie wurden 2015 als Herzstück der Agenda 2030 beschlossen…
Shareholder sind Personen oder Institutionen, die Anteile an einem Unternehmen halten und damit Eigentumsrechte besitzen. Sie haben in der Regel Stimmrechte auf…
Sicherheiten sind Vermögenswerte oder vertragliche Zusagen, die Kreditgebende als Absicherung gegen Zahlungsausfälle erhalten. Im Kern mindern Sicherheiten das Ausfallrisiko, indem sie einen…
Ein Smart Contract ist ein Programm, das auf einer Blockchain läuft und vordefinierte Regeln automatisch ausführt, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Er…
Social Impact beschreibt die nachweisbare gesellschaftliche und ökologische Wirkung einer Aktivität, Organisation oder Investition. Es geht nicht nur um Outputs, also produzierte…
Solidarische Finanzierung beschreibt Modelle, in denen Menschen, Organisationen oder Gemeinschaften Kapital gemeinschaftlich bereitstellen und Risiken bewusst teilen. Dabei stehen nicht primär Zinszahlungen…
Die Solidarische Ökonomie beschreibt ein Bündel von Wirtschafts- und Finanzpraktiken, die das Wohl von Menschen und Umwelt über reine Kapitalrendite stellen. Im…
Das Solidaritätsprinzip beschreibt ein Ordnungs- und Finanzierungsprinzip, bei dem eine Gemeinschaft Risiken und Lasten gemeinsam trägt, damit Individuen in Notlagen nicht allein…
Der Sollzins ist der vertraglich vereinbarte Zinssatz, den Kreditnehmende auf den ausstehenden Kreditbetrag zahlen. Er beschreibt den Preis des geliehenen Geldes pro…
Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Rückzahlung eines Kredits zusätzlich zu den regulären Raten. Sie reduziert die Restschuld schneller und senkt dadurch die…
Eine Sozialbank ist ein Finanzinstitut, das primär die soziale und ökologische Wirkung seiner Geschäfte in den Mittelpunkt stellt und die Realwirtschaft unterstützt.…
Soziale Fairness bezeichnet in der Finanzwelt die gerechte Verteilung von Chancen, Risiken, Kosten und Erträgen entlang einer Wertschöpfungskette. Sie umfasst Zugang zu…
Soziale Innovation beschreibt neue Lösungen, die gesellschaftliche Bedürfnisse besser erfüllen als bestehende Praktiken – etwa durch veränderte Rollen, Prozesse, Dienstleistungen, Organisationsformen oder…
Die Soziale Marktwirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung, die den freien Wettbewerb mit sozialen Ausgleichsmechanismen verbindet. Märkte sollen als Entdeckungsverfahren wirken, aber innerhalb klarer,…
Soziale Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Gemeinschaften, Organisationen und Regionen, Schocks wie wirtschaftliche Krisen, Pandemien oder Klimarisiken gemeinsam zu verkraften, daraus zu…
Soziale Verantwortung beschreibt die Pflicht und die Fähigkeit von Menschen, Unternehmen und Finanzakteuren, ihre Entscheidungen so zu treffen, dass sie die Würde…
Sozialkapital bezeichnet das Netzwerk aus Beziehungen, Vertrauen und geteilten Normen, das Kooperation ermöglicht und kollektives Handeln erleichtert. Es ist kein finanzielles Kapital,…
Sozialunternehmertum bezeichnet unternehmerisches Handeln, das vorrangig auf die Lösung gesellschaftlicher oder ökologischer Probleme ausgerichtet ist und wirtschaftliche Mittel als Werkzeug nutzt. Im…
Ein Sparplan ist eine automatisierte, regelmäßige Investition eines festen Geldbetrags in definierte Anlageziele, zum Beispiel einen Fonds, ETF, Genossenschaftsanteile oder ein Crowdinvesting-Vehikel.…
Spekulation bezeichnet das gezielte Eingehen von Preisrisiken in der Erwartung, aus künftigen Kursbewegungen einen Gewinn zu erzielen, ohne dass ein unmittelbarer Nutzungs-…
Stablecoins sind digitale Token, deren Wert an einen externen Referenzmaßstab gekoppelt ist, typischerweise an Fiatwährungen wie den Euro oder US-Dollar, teilweise auch…
Stakeholder sind alle Personen, Gruppen oder Institutionen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens betroffen sind oder diese beeinflussen können. Dazu gehören Kundinnen,…
Ein Start-up ist ein junges, wachstumsorientiertes Unternehmen, das mit begrenzten Ressourcen eine innovative Lösung zur Marktreife bringt. Charakteristisch sind hohe Unsicherheit, iteratives…
Steuergerechtigkeit bezeichnet das Prinzip, dass die Finanzierung des Gemeinwesens fair, transparent und leistungsgerecht verteilt wird. Es umfasst horizontale Gerechtigkeit (Gleiche zahlen gleich)…
Die stille Beteiligung ist eine besondere Form der Unternehmensfinanzierung, bei der sich eine Person oder Institution als stille Gesellschafterin am Handelsgewerbe beteiligt,…
Stundung bezeichnet den vertraglichen Aufschub fälliger Zahlungen. Ein Gläubiger gewährt einem Schuldner mehr Zeit, um eine offene Forderung zu begleichen, ohne die…
Subventionen sind finanzielle Unterstützungen der öffentlichen Hand an Unternehmen, Haushalte oder Sektoren, um gewünschte wirtschaftliche, soziale oder ökologische Ergebnisse zu fördern. Sie…
Sukuk sind Zertifikate, die jeweils einen anteiligen, ungeteilten Eigentumsanspruch verbriefen – an körperlichen Vermögenswerten, an Nutzungsrechten, an Dienstleistungen, an Forderungen oder an…
Ein Swap ist ein Derivatvertrag, in dem zwei Parteien vereinbaren, zu festgelegten Terminen Zahlungsströme auszutauschen. Am bekanntesten sind Zins- und Währungsswaps: Beim…
Systemische Ethik bezeichnet einen Ansatz, der moralische Fragen nicht isoliert an einzelnen Handlungen oder Produkten festmacht, sondern in der Gesamtdynamik von Systemen…
Systemrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Störungen in einem Teil des Finanzsystems auf andere Bereiche übergreifen und so die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems…
Takaful bezeichnet ein kooperatives Modell der Risikoteilung, bei dem Teilnehmende Beiträge in einen gemeinsamen Fonds leisten, aus dem berechtigte Schäden solidarisch beglichen…
Thesaurierung bedeutet, erwirtschaftete Gewinne nicht auszuschütten, sondern im Unternehmen oder Fonds zu belassen und für künftige Zwecke zu verwenden. Im Unternehmenskontext sprechen…
Tilgung bezeichnet die planmäßige Rückzahlung einer Schuld über einen bestimmten Zeitraum. Im Unterschied zu Zinsen, die eine Nutzungsgebühr für geliehenes Kapital darstellen,…
Tokenisierung bezeichnet die digitale Abbildung von Eigentums-, Nutzungs- oder Forderungsrechten als fälschungssichere Einheiten auf einer verteilten Datenbank, meist einer Blockchain. Ein Token…
Eine Transaktion ist die Übertragung von Werten zwischen zwei oder mehr Parteien. Das kann Geld, ein Gut, eine Dienstleistung oder ein Recht…
Transparente Wirtschaft bezeichnet eine Wirtschaftsweise, in der Informationen über Ziele, Prozesse, Geldflüsse und Auswirkungen zugänglich, verständlich und prüfbar sind. Dabei geht es…
Ein Treuhandkredit ist ein Kredit, bei dem eine Institution Mittel zweckgebunden bereitstellt und ein zwischengeschaltetes Institut diese nach definierten Regeln an Kreditnehmende…
Ein Überbrückungskredit ist eine kurzfristige Finanzierung, die einen zeitlich begrenzten Liquiditätsengpass schließt, bis ein sicher erwarteter Zahlungseingang erfolgt. Typische Anlässe sind ausstehende…
Umsatz bezeichnet die Summe der Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen in einem definierten Zeitraum, meist vor Abzug von Kosten.…
Unternehmensfinanzierung beschreibt alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen die benötigten Mittel für Gründung, Wachstum oder Transformation beschaffen und steuern. Dazu zählen Eigenkapital, Gewinnbeteiligungen,…
Valuta bezeichnet im Zahlungsverkehr und im Handel mit Finanzinstrumenten das Wertstellungsdatum, ab dem eine Buchung zins- oder ertragswirksam wird und rechtlich als…
Verantwortliche Investoren integrieren ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG) sowie Wirkungsziele systematisch in ihre Anlageentscheidungen und ihr Eigentümerverhalten. Sie streben finanzielle Rendite im…
Verantwortungsbewusstes Investieren bezeichnet eine Anlagepraxis, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) systematisch in die Anlageentscheidung und in die Ausübung von Eigentümerrechten einbezieht.…
Verantwortungsethik ist ein ethischer Ansatz, der Handlungen nach ihren absehbaren Folgen beurteilt und Akteuren die Pflicht zuschreibt, Risiken, Nebenwirkungen und Verteilungsfragen vorausschauend…
Verantwortungsvolle Unternehmensführung bezeichnet die ganzheitliche Steuerung eines Unternehmens, die wirtschaftliche Stabilität mit gesellschaftlicher Wirkung, ökologischer Sorgfalt und transparenter Rechenschaft verbindet. Im Kern…
Verbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen eines Unternehmens oder einer Person, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Erfüllung voraussichtlich zu einem Abfluss von…
Verlustbeteiligung bezeichnet die vertraglich vereinbarte Teilhabe von Kapitalgebern, Unternehmern oder Projektpartnern an möglichen wirtschaftlichen Verlusten eines Vorhabens. Anders als bei klassischen Darlehen…
Vermögensverteilung beschreibt, wie Sach- und Finanzvermögen innerhalb einer Gesellschaft auf Haushalte, Unternehmen und Institutionen verteilt sind. Dazu zählen Immobilien, Unternehmensanteile, Ersparnisse, Rohstoffe,…
Verpfändung bezeichnet die Bestellung eines Pfandrechts an einer beweglichen Sache oder an Rechten, um eine Verpflichtung abzusichern. Die Schuldnerin überlässt der Gläubigerseite…
Verschuldung bezeichnet den Zustand, in dem Haushalte, Unternehmen oder Staaten Verbindlichkeiten eingegangen sind, die in der Zukunft beglichen werden müssen. Dazu zählen…
Eine Versicherung ist ein vertraglich organisierter Risikopool: Viele zahlen planbare Beiträge ein, damit die wenigen, die von einem Schaden getroffen werden, verlässlich…
Verteilungsgerechtigkeit bezeichnet die faire und nachvollziehbare Aufteilung von Ressourcen, Einkommen, Vermögen, Chancen und Risiken innerhalb einer Gesellschaft oder eines Systems. Im Kern…
Vertrauen in Märkte beschreibt die begründete Erwartung, dass Transaktionen fair, transparent und verlässlich ablaufen und Regeln gleichermaßen für alle gelten. Es ist…
Vertrauensökonomie beschreibt die Idee, dass Vertrauen ein messbarer und strategischer Produktionsfaktor in der Wirtschaft ist. Es senkt Transaktionskosten, erleichtert Kooperation und macht…
Volkswirtschaft bezeichnet das zusammenhängende System der Produktion, Verteilung und Nutzung von Gütern und Dienstleistungen innerhalb einer Gesellschaft, meist auf Ebene eines Landes…
Vollgeld bezeichnet ein Geldsystem, in dem die Schöpfung von neuem Geld ausschließlich einer öffentlichen Institution, in der Regel der Zentralbank, vorbehalten ist.…
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Zahlung, die Kreditinstitute verlangen, wenn ein Darlehen vor dem Ende der Zinsbindungsfrist ganz oder teilweise zurückgezahlt wird. Sie…
Vorfinanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Liquidität, bevor Einnahmen aus einem Projekt, einer Bestellung oder einer Lieferung tatsächlich zufließen. Sie schließt die zeitliche…
Wachstumsgrenze bezeichnet die ökologischen, sozialen und ökonomischen Schwellen, an denen quantitatives Mehr – mehr Output, mehr Ressourcenverbrauch, mehr Verschuldung – nicht länger…
Waqf bezeichnet eine dauerhafte, zweckgebundene Vermögenswidmung zum Gemeinwohl, deren Erträge laufend für soziale, bildungsbezogene, gesundheitliche oder andere wohltätige Zwecke verwendet werden. Traditionell…
Weltwirtschaftsethik beschreibt einen normativen Rahmen für globales Wirtschaften, der Menschenwürde, ökologische Grenzen und faire Regeln für Märkte zusammenführt. Sie verbindet Prinzipien wie…
Werteorientierte Wirtschaft beschreibt einen Ansatz, bei dem Unternehmen, Investoren und Organisationen ihre Entscheidungen an ethischen Werten ausrichten – an Fairness, Nachhaltigkeit, Menschenwürde,…
Wertpapiere sind standardisierte, übertragbare Urkunden oder digitale Registereinträge, die Vermögensrechte verbriefen. Dazu zählen vor allem Anteile an Unternehmen (Aktien), Forderungstitel (Anleihen) sowie…
Wertschöpfung beschreibt den Prozess, durch den aus Ressourcen wie Arbeit, Wissen, Kapital, Natur und Zeit ein höherer Nutzen entsteht. In der Volkswirtschaft…
Das Win-Win-Prinzip beschreibt einen Ansatz, bei dem alle beteiligten Parteien eines Geschäfts, Projekts oder Vertrags einen fairen, nachvollziehbaren und langfristig tragfähigen Nutzen…
Wirkungsorientierung bedeutet, Kapital, Zeit und Kompetenzen bewusst auf messbare soziale und ökologische Resultate auszurichten – und diese Wirkung systematisch zu planen, zu…
Wirtschaftsethik prüft, wie wirtschaftliches Handeln mit moralischen Prinzipien vereinbar ist und wo es Leitplanken braucht, damit Märkte Menschenwürde, Fairness und planetare Grenzen…
Der Wirtschaftskreislauf beschreibt die wechselseitigen Ströme von Gütern, Dienstleistungen, Arbeit, Informationen und Geld zwischen zentralen Akteuren einer Volkswirtschaft. In der einfachsten Darstellung…
Ein Wirtschaftssystem ist das Regel- und Institutionsgefüge, das bestimmt, wie eine Gesellschaft Güter und Dienstleistungen produziert, verteilt und nutzt. Es umfasst Eigentumsrechte,…
Wucher bezeichnet das Ausnutzen einer Zwangslage, Unerfahrenheit oder Schwäche einer Person, um für eine Leistung eine unangemessen überhöhte Gegenleistung zu verlangen. Im…
Zahlungsverzug bezeichnet die nicht fristgerechte Begleichung einer fälligen Geldschuld. Juristisch entsteht Verzug, wenn eine Rechnung trotz Fälligkeit und Mahnung oder einer klar…
Zakat ist eine verpflichtende, regelmäßig erhobene Abgabe auf Vermögensteile, die über Grundbedürfnisse hinausgehen, mit dem Ziel, Armut zu lindern, soziale Teilhabe zu…
Zentralbankgeld ist das von einer Zentralbank emittierte Geld, das als ultimatives Zahlungsmittel in einer Volkswirtschaft dient. Es existiert in zwei etablierten Formen:…
Zinsen sind die vertraglich vereinbarte Vergütung für die zeitweise Überlassung von Geld oder Sachkapital. In klassischen Finanzbeziehungen spiegeln Zinsen drei Komponenten wider:…
Zinseszins bezeichnet den Effekt, dass Zinsen nicht nur auf das ursprünglich eingesetzte Kapital, sondern zusätzlich auf bereits angefallene, nicht entnommene Zinsen berechnet…
Eine zinsfreie Bank ist ein Kreditinstitut, das Spar- und Finanzierungsprodukte ohne klassische Zinsmechanik anbietet. Statt eines festen Zinses nutzt sie transparente Entgelte,…
Zinsfreie Rendite beschreibt die Wertsteigerung oder laufende Ausschüttung aus einem Investment ohne die Verwendung eines fest vereinbarten Zinses auf Kapital. Statt des…
Eine zinsfreie Wirtschaft beschreibt einen Ordnungsrahmen, in dem Kapitalüberlassung nicht durch garantierte Zinszahlungen vergütet wird, sondern durch Formen der Wertschöpfungs- und Risikoteilung.…
Das Zinsverbot bezeichnet das Prinzip, für die bloße Überlassung von Geld über die Zeit keine vorab festgelegte, risikounabhängige Rendite zu verlangen. Im…
Zukunftsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, Projekten oder Finanzmodellen, in einer sich wandelnden Welt dauerhaft Wert zu schaffen, ohne ökologische Grenzen zu…
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